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Weg und Vision
Das Wissen über die Verbundenheit allen Seins bewegt mich, sinnliche Erfahrungswege zu schaffen, die dieses Wissen offenbaren.
Tiefes Berührtsein von den archaischen Klängen des Monochordes und des Gongs führte mich auf meinen handwerklichen Weg, Instrumente dieser Art zu entwickeln und herzustellen. Auf der Basis langjähriger Kontinuität von Entwicklung, Herstellung und auch Anwendung der Klänge meiner Instrumente sind hervorragende und einzigartige Instrumente entstanden.
Der Ursprung des Monochordes liegt bei den Pythagoräern, die im Klang den sinnlichen Ausdruck der Ordnung des Universums sahen. Das Monochord galt als physikalisches Messinstrument, um Proportionen und Ordnung der Intervalle darstellen zu können; diese wiederum seien die Ordnungs- und Gestaltungsprinzipen des Kosmos.
Am Gongbau beeindruckt mich immer wieder die Tatsache, dass in der erzenen Scheibe durch den kraftvollen Schmiedevorgang ein hochsensibles Schwingungskräftegefüge geschaffen wird, das sich in Form seines Klanges ausdrückt. Jeder Schlag des Schmieds, prägt sich in den letztlich immer einzigartigen Klang des Gongs ein.
Ich schmiede Gongs, die hinsichtlich ihres Klangcharakters eher den Gegenpart der Ordnung repräsentieren. Einerseits gelten sie als Rufer der „Götter“, oder als Ausdruck des Feuerelementes, der Zerstörung bzw. der Transformation.
Die Klänge meiner Instrumente, auch Gongs aus asiatischen Kulturen, spiele ich zu Klangkonzerten und Klangreisen und nutze sie zur Klangselbsterfahrung im therapeutischen Setting. Die archaische Tiefe dieser Klänge öffnet das Erleben tiefer Innenräume.
So führt ein Klangkonzert fast wie selbstverständlich in eine Art Zeremonie oder Ritual im ursprünglichsten Sinn. Der hör-ende, der er-lebende Mensch steht in dessen Zentrum.
Die Anwendung meiner Klänge in der Selbsterfahrung, die Entwicklung und Herstellung von Instrumenten und meine Musik ergänzen und inspirieren sich auf ganz natürliche Weise.
Sie beleuchten meine Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven. In diesem kreativen Feld enstehen neue Instrumente und öffen sich neue Einsichten über das Wesen und Wirken des Klanges und letztlich in mich selbst.
In meinen Instrumentenbaukursen werden Monochorde und Gongs gebaut. Die Gongbauarbeit führt in den verschiedenen Arbeitsschritten durch die archaischen Kräfte der Elemente, was sich schließlich im Klang des Gongs ausdrückt. In diesen Klang ist die Geschichte des Schaffungsprozesses und ein weitreichender Teil der Geschichte seines Schmieds „geschrieben“.
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